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Geschichte des Reschensees
Eine Einführung in den Stausee, die betroffenen Dorfgemeinschaften und den Erinnerungswert der Landschaft, ohne die komplexe Geschichte zu einer Legende zu verkürzen. Unterscheide den Bau des Stausees, die Verlegung der Siedlungen und die heutige Erinnerung: Diese Ebenen sind verschieden und anhand institutioneller Unterlagen sowie eingeordneter Zeugnisse zu lesen.
Die belegte Geschichte des Reschensees: Alt-Graun vor dem Staudamm, Flutung 1950, Umsiedlung und der erhaltene Kirchturm im See.



Eine Chronologie statt einer Legende
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts verbindet Kraftwerksplanung, Stauseebau, Umsiedlung und heutige Erinnerung; jede Phase braucht ihren eigenen Zusammenhang.
Vor dem großen Stausee
Im Gebiet lagen zwei natürliche Seen, der Reschensee und der Grauner See oder Mittersee, sowie die Siedlungen Graun und Reschen.1939 und 1947
Montecatini erhielt 1939 die Konzession für den Damm und nahm das Projekt 1947 nach der kriegsbedingten Unterbrechung wieder auf.1949–1950
Zwischen 1949 und 1950 entstand der künstliche Stausee, der beide Seen verband. 1950 veränderten sich Landschaft und Gemeinschaftsleben dauerhaft.Vier Zeitangaben als Orientierung
Nutze 1939, 1947 und die Jahre 1949–1950 als belegte Zeitanker und ordne Siedlungen sowie Kirchturm auf der Karte ein, ohne Phasen zu vermischen.
Anhebung um 22 Meter
Das überarbeitete Projekt sah eine Anhebung des Wasserspiegels um 22 Meter vor. Alt-Graun und ein Teil von Reschen lagen im vorgesehenen Überflutungsgebiet.Evakuierung und Abbruch
Betroffene Bewohner wurden evakuiert, Häuser und Grundstücke enteignet. Die Gebäude von Alt-Graun wurden vor der Überflutung abgebrochen.Der erhaltene Kirchturm
Der romanische, gegen Ende des 14. Jahrhunderts getrennt von der Kirche errichtete Turm wurde nicht abgebrochen. Seine Glocken waren vor der Flutung entfernt worden.Stabile Geschichte, veränderlicher Besuch
Historische Quellen melden keine heutige Zugänglichkeit: Wasser, Wege, Verkehr und Dienste sind vor der Abfahrt getrennt aktuell zu prüfen.